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Videostatement von Olaf Scholz anlässlich des One Ocean Summit am 11. Februar 2022

Videostatement von Olaf Scholz anlässlich des One Ocean Summit am 11. Februar 2022

Als Hamburger bin ich in Meeresnähe aufgewachsen.

Aber es war ein Franzose, mit dem ich in meiner Jugend die Tiefsee entdeckt habe: Jacques Cousteau – der große Pionier der Meeresforschung.

Mit seiner Kamera kämpfte er für den Erhalt der Meere.

Dieses Erbe führt Frankreich bis heute fort. Und damit steht es nicht allein.

In Deutschland gibt es ein Sprichwort: Wir sitzen alle in einem Boot.

Der Schutz der Meere geht uns alle an. Er ist auch ein entscheidendes Thema der deutschen G7-Präsidentschaft.

Heute, im Anthropozän, hat sich der Mensch die Natur Untertan gemacht.

Die negativen Folgen sind Klimawandel, Erwärmung der Meere und Artensterben. Sowie die massive Verschmutzung, Vermüllung und Überfischung der Meere.

Dagegen müssen wir etwas tun:

  • Ein wichtiger Schritt zum Schutz der Artenvielfalt ist die High Ambition Coalition on Biodiversity Beyond National Jurisdiction der EU und ihrer Mitgliedstaaten, die wir heute aus der Taufe heben.
    Aber wir brauchen auch einen zügigen Abschluss des UN-Abkommens zum Schutz der Biodiversität außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche.
    Und „30 by 30“: 30 Prozent Schutzfläche. Das muss unser Ziel sein bei der Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention in diesem Jahr.
  • Wir brauchen zudem ein international verbindliches Rahmenwerk gegen die Vermüllung der Meere.
    Dafür machen wir uns seit langem zusammen mit anderen Staaten und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen ganz besonders stark.
    Und wir unterstützen die Clean Ocean Initiative, die erfolgreich Projekte zur Reduzierung des Eintrags von Plastikmüll in die Weltmeere anschiebt.
  • Nicht zuletzt müssen wir auch unseren Einsatz gegen Überfischung und die illegale Fischerei erhöhen.

Das Meer, the One Ocean, ist das größte Ökosystem unseres Planeten.

Unser Klima, unsere Gesundheit, unsere Ernährung, kurz: unser aller Leben hängt davon ab. Wir sollten es endlich entsprechend behandeln.

Vielen Dank, Emmanuel, für diese wichtige Initiative und vielen Dank an Sie alle, für Ihr Engagement!