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04.11.2021

Olaf Scholz im Vorwärts-Interview „Unser Projekt ist die Modernisierung“

Foto: Olaf Scholz im Gespräch
photothek

Zahlreich und groß sind die Aufgaben, die eine neue Regierung anpacken muss: vom Kampf gegen den Klimawandel über den nötigen Umbau der Industrie, die Digitalisierung – und dabei die Gesellschaft zusammenhalten. Deutschland müsse auch anderen zeigen, dass es geht, sagt Olaf Scholz im Interview mit dem Vorwärts.

Zügig gehen die Koalitionsverhandlungen voran. Erste Arbeitsgruppen könnten bereits zum Ende der laufenden Woche fertig werden. Alle anderen sollen bis Mitte kommender Woche liefern. „Wenn die Zusammenarbeit weiter so gut klappt, wird das eine gute Zukunft werden für unser Land“, zeigte sich Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Vorwärts-Interview überzeugt. Er will eine Regierung bilden, „die für Aufbruch und Fortschritt steht“.

Und er will keine Zeit verlieren, jetzt unmittelbar müssten die großen Aufgaben angepackt werden. „Es geht um den Start in die 20er Jahr: um Digitalisierung, um den Umbau der Industrie zur CO2-neutralen Produktion, um ein Aufhalten des menschengemachten Klimawandels, um unsere Zukunft als Industrieland und um Respekt.“

Anerkennung für jede Lebensleistung

Denn gerade im Wandel dürfe die Gesellschaft nicht auseinanderdriften. Arbeitsplätze und Wohlstand sollen auch langfristig im Land gehalten werden. Und mehr Anerkennung für „jede berufliche Leistung und jede Lebensleistung“.

Dabei weiß Scholz, dass auch andere genau hinschauen werden, wenn Deutschland etwa wirksamen Klimaschutz mit industrieller Stärke verbindet – und dabei zum Beispiel auch sichere und gut bezahlte neue Jobs entstehen. „Unsere Aufgabe als reiches Land ist es, auf diese Fragen die richtigen Antworten zu finden“, betonte der Sozialdemokrat.

„Unser Projekt“, fasste er mit Blick auf die mögliche Ampel-Koalition zusammen, „ist die Modernisierung“.