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Respekt und Solidarität

Ich will eine Gesellschaft, die von einer Haltung des Respekts füreinander getragen wird.

Ich stehe für eine durchlässige Gesellschaft, in der die Herkunft nicht über den späteren Berufsweg entscheidet. Für mich verdient jede Anstrengung und jede Arbeit die gleiche Anerkennung. Egal, ob mit Hochschulstudium, im Handwerk oder ob jemand eine ungelernte Tätigkeit ausübt: Nicht ein formaler Status soll wichtig sein, sondern, ob man etwas aus sich und seinem Leben macht. Was man beiträgt zu unserer Gesellschaft.

Aber natürlich hat Respekt hat auch etwas mit den Löhnen und Gehältern zu tun. Auf die Lippenbekenntnisse zu Verbesserungen in vielen Berufen während der Corona-Zeit müssen Taten folgen. Wir brauchen gute Tariflöhne, gerade in den Pflegeberufen ist das erforderlich. Aber nicht nur da. Vor allem in der Fleischindustrie drückt sich fehlende Achtung in unzumutbaren Arbeitsbedingungen aus. Und solch ein Mangel an Respekt schadet dem Zusammenhalt.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Respekt und Solidarität einander bedingen. Wer sich wertgeschätzt fühlt, kümmert sich auch um andere. Soziale Bürgerrechte in einem demokratischen Staat schaffen einen Sozialstaat, auf den man sich verlassen kann. Eine Kindergrundsicherung gegen Armut, eine anständige und sichere Rente, eine gute Gesundheitsversorgung und Pflege, ein verlässlicher Schutz bei Arbeitslosigkeit, wie ihn die SPD in ihrem Konzept für einen neuen Sozialstaat beschrieben hat, sind für uns wichtige soziale Bürgerrechte. Bezahlbarer Wohnraum ist das gemeinsame Anliegen eines solidarischen Landes.

  • Respekt bedeutet, den Anderen so anzuerkennen wie er ist – und zugleich dafür zu sorgen, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, das eigene Leben zu verbessern.
  • Respekt heißt auch, dass wir die Gleichstellung von Männern und Frauen jetzt endlich realisieren wollen.
  • Respekt meint, dass Menschen mit Behinderung nicht diskriminiert oder ausgegrenzt werden und dass wir Barrieren abbauen.
  • Respekt bedeutet, dass wir als Einwanderungsgesellschaft Vorurteilen und Rassismus entgegentreten und Integration gelingt.
  • Respekt verlangt, dass uns die Arbeits- und Umweltbedingungen in den Ländern des globalen Südens nicht gleichgültig sind.
  • Respekt führt dazu, dass niemand wegen seiner oder ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt werden darf.