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18.05.2015

Senatsempfang 15 Jahre Bucerius Law School

 

Sehr geehrter Herr Prof. Thorn,
sehr geehrter Herr Prof. Göring,
sehr geehrter Herr Erster Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

exzellent, vortrefflich, mit hervorragender Tauglichkeit Attribute mit denen die Philosophie den altgriechischen Begriff der Arete erläutert, sie alle passen auf die Bucerius Law School.


Exzellent ist die internationale Einbindung, vortrefflich die Lehre und mit hervorragender Tauglichkeit starten die Juristinnen und Juristen in ihr Berufsleben.
Die Bucerius Law School ist Deutschlands erste private Hochschule für Rechtswissenschaften. Als sie 2000 gegründet wurde, hat Hamburg die staatliche Anerkennung, wie das üblich ist, zunächst befristet. Inzwischen gilt die Anerkennung unbefristet. Und alle wissen, das ist in jeder Hinsicht verdient. Prüfverfahren und Rankings bewältigt die Hochschule ebenso elegant und selbstverständlich mit sehr gut wie ihre inzwischen 2766 Absolventinnen und Absolventen: 81% schließen mit einem Prädikatsexamen ab. Das ist für eine juristische Fakultät ein fast unglaublicher Wert.

Meine Damen und Herren,
die ZEIT-Stiftung hat mit der Law School einen eigenständigen und ganz besonderen Beitrag zur Juristenausbildung geschaffen. Sie ist Orientierung, Ansporn und Bereicherung für den Wissenschaftsstandort.
Wir wollen, dass Hamburgs Hochschulen national und international eine führende Rolle spielen. Die Bucerius Law School ist schon voll dabei. Internationalität ist ihre zentrale Komponente.

In allen fünf Kontinenten sind Forschung und Lehre vernetzt. Die Studierenden verbringen an einer der über 90 Partneruniversitäten in 30 Ländern ein Auslandsstudium. Kurse wie "Legal English", "Contract drafting" und "Anglo-American Law" sind der obligatorische Einstieg in das Studium der Rechtsordnungen anderer Länder. Lehrende und Studierende bewegen sich im internationalen Rechtsdiskurs so selbstverständlich, wie andere im U-Bahn-System verschiedener Großstädte.


Meine Damen und Herren,
die Hamburger Hochschulen haben einen hohen Standard in Forschung und Lehre. Unsere Juristenausbildung speist sich aus der Expertise von Generationen kluger Köpfe.
Die Bucerius Law School nutzt und bewahrt diese Tradition. Und sie zeigt die Perspektive, die darin liegt. Sie bietet hervorragende Lehre unter guten Bedingungen: etwa mit einer hochmodernen Bibliothek, die rund um die Uhr zugänglich ist, einem eigenen Zentrum für juristisches Lernen, digitaler Lernunterstützung und nicht zuletzt dem sehr guten Zahlenverhältnis von Lehrenden und Lernenden.
Die Bucerius Law School ist nicht die Kritik der klassischen Juristenausbildung, sondern formuliert ein Ideal. Sie ist eine starke Mitspielerin im Wettstreit der Wissenschaftsbetriebe, es ist sehr gut für Hamburg, eine der besten Juristenausbildungen im Team zu haben.


Meine Damen und Herren,
Hamburg ist eine solidarische Stadt. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft messen sich auch daran, was sie zu Glück und gutem Leben der Bürgerinnen und Bürger beitragen.
Damit sind wir wieder bei der Arete: Vorbildliche Leistung muss im Einklang mit dem Wohlergehen der Gemeinschaft stehen, darin sind sich griechische Klassiker und moderne politische Philosophen einig.


Auch dieser Anforderung kann sich die Bucerius Law School souverän stellen:

Teamgeist, Weltoffenheit und Gemeinsinn sind das Leitbild in Studium und Lehre.
Und da wir in Hamburg sind, bleibt es nicht bei der Ankündigung.

Die Bucerius Law School zeigt ihren Sinn für das Gemeinwohl gleich in mehrfacher Hinsicht.
Nehmen wir zum Beispiel das Projekt Law Clinic: In der Law Clinic unterstützen die Studierenden schon während ihrer Ausbildung Menschen in Notlagen. Sie lernen, wie juristische Fähigkeiten der Gesellschaft zu Gute kommen, lernen was es heißt, dass das Wissen in der Verantwortung für Bürgerinnen und Bürger steht.

Und nehmen wir zum Beispiel den Ausbau des Rechtsstandort Hamburg:

Die Bucerius Law School schafft Kompetenzen und bindet damit zentrale Themen des internationalen Wirtschaftsrechts, des Medienrechts und des Eigentumsrechts an Hamburg.

Dazu kommen Spezialthemen wie Wirtschaftskriminalität, Recht der Familienunternehmen und Recht der gemeinnützigen Organisationen. Schon heute gilt Hamburg als führender Standort für Stiftungsrecht   dank der Expertise und der Fachveranstaltungen der Bucerius Law School.

Meine Damen und Herren,
ich danke der ZEIT-Stiftung für den Mut, eine Law School zu gründen und für die Klugheit des Konzeptes. Ich danke Ihnen für die Bereitschaft, die Einrichtung in ganz erheblichen Anteilen zu finanzieren und die Entscheidung, sie auf Dauer abzusichern.

Sie haben eine großartige Hochschule geschaffen.
Vielen Dank.

 

Es gilt das gesprochene Wort.